Bilanzpressekonferenz 2019

Forschungsergebnisse und Markterfolge sorgen für Umsatzrekord

  • Harnwegsinfektionen: Bionorica mit wirksamer pflanzlicher Alternative
  • Cannabis: Deutlich steigende Nachfrage nach Dronabinol
  • Zulassungserfolge: Große EU-Staaten öffnen für Bionorica ihre Pforten

Prof. Dr. Michael A. Popp und Dr. Uwe Baumann bei der Bilanzpressekonferenz der Bionorica SE am 7. März 2019 in Neumarkt.

Neumarkt i.d.OPf., Düsseldorf, 8. März 2019 – Mit besonderen Forschungsergebnissen wartet die für 2018 erneut einen Umsatz- und Stellenrekord vermeldende Bionorica SE auf. Der Marktführer mit wissenschaftlich erforschten Naturarzneimitteln in Deutschland und anderen Pharma-Märkten belegt in einer international publizierten klinischen Studie(1), dass sein pflanzliches Arzneimittel Canephron® in der Therapie von unkomplizierten Harnwegsinfektionen(2) einem Antibiotikum nicht unterlegen ist. Harnwegsinfektionen gehören vor allem bei Frauen zu den häufigeren Erkrankungen. So ist die akute, unkomplizierte Blasenentzündung im ambulanten Bereich bislang der zweithäufigste Grund für die Verordnung eines Antibiotikums.(3)

„Unsere Forschungsergebnisse sind ein maßgeblicher Durchbruch. Denn wir bieten betroffenen Patienten eine wirksame pflanzliche Alternative, die evidenzbasiert und anerkannt ist. Damit zeigen wir, wie Antibiotikaverordnungen bei Harnwegsinfektionen eingespart werden können“, so Prof. Dr. Michael A. Popp, Vorstandsvorsitzender der Bionorica SE bei ihrer Bilanzpressekonferenz.

Deutlich ansteigende Nachfrage nach Dronabinol

Ein weiterer Meilenstein der weltweit mit einer einzigartigen Forschungs- und Herstellungsphilosophie (Phytoneering) arbeitenden Bionorica: Die im letzten Jahr deutlich gestiegene Nachfrage Schwerstkranker nach dem vom bayerischen Unternehmen hergestellten Dronabinol, einem Wirkstoff aus der Cannabis-Pflanze. Dronabinol wird von Ärzten vor allem für die Linderung chronischer Schmerzen bei Patienten verordnet, die keine Therapiealternative haben. So versorgte Bionorica allein in Deutschland im letzten Jahr rund 19.500 Patienten mit dem THC-basierten Rezepturarzneimittel, eine Steigerung von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr(4). In Österreich, Dänemark und der Schweiz stellte Bionorica das Cannabinoid 2018 fast 11.000 Patienten zur Verfügung. „Wir haben aufgrund des begrenzten Marktes, wegen der Nichterstattung und im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungskosten über ein Jahrzehnt Verluste mit Dronabinol gemacht. Dennoch haben wir zum Wohle vieler austherapierter Schwerstkranker weiter investiert und sind auf dem Markt geblieben“, verdeutlicht Prof. Popp sein Engagement für die Patienten.

Rekordumsatz in Folge

Insgesamt erzielte die wegen ihrer Innovationskraft und Wachstumsstärke diverse Male prämierte Bionorica im letzten Geschäftsjahr ein Rekordergebnis in Folge: Der Umsatz der Bionorica-Gruppe stieg 2018 auf knapp 338 Millionen Euro, ein Plus von rund 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr(5). Damit konnte die Bionorica-Gruppe ihren Umsatz in den letzten 15 Jahren mehr als verfünffachen.

Marktführerschaft in Deutschland ausgebaut

In Deutschland setzten die Apotheken im letzten Jahr erstmals über 20 Millionen Packungen(6) des Marktführers ab, hauptsächlich Sinupret®, Bronchipret® und Imupret®. Zuwachsraten erzielte auch das im definierten pflanzlichen Urologika-Markt zur Nummer 1 avancierte Präparat Canephron®. Das Erkältungs-Präparat Sinupret® verzeichnete hierzulande 2018 einen Marktanteil von 62,5 Prozent(7) im Sinusitis-Markt. Auf Basis der Abverkaufszahlen in Euro wurde Bionorica erneut als eines der dynamischsten Unternehmen im OTC-Bereich in Deutschland identifiziert.

Export deutlich gestiegen, weitere Stellen im In- und Ausland geschaffen

Ähnliche Markterfolge verbuchten die Oberpfälzer in Österreich, Polen, Russland und anderen Ländern. „In Österreich verkauften die Apotheken 8,2 Prozent(8) mehr Packungen, als im Jahr zuvor. In Polen legten wir um 18,5 Prozent(9) gegenüber dem direkten Wettbewerb zu“, beschreibt Dr. Uwe Baumann, Head of Global Business und Vorstand bei Bionorica, die Erfolgs-Story. In Russland gehören Sinupret®, Canephron® und das gynäkologische Phytotherapeutikum Mastodynon® zu den von den Ärzten meist verordneten Medikamenten in ihrem Segment und konnten weiter Marktanteile gewinnen(10). Insgesamt exportierte Bionorica im letzten Jahr 45 Millionen Packungen ins Ausland, eine Steigerung von 15,4 Prozent(11) gegenüber 2017. Das seit Jahren in hohem Maße in seine Forschung und in die High-Tech-Herstellung in Neumarkt investierende Unternehmen stellte auch 2018 wieder mehr Mitarbeiter ein, diesmal plus 6,2 Prozent(12). Von den weltweit über 1.700 Bionorica-Mitarbeitern arbeiten mehr als 1.000 in Deutschland.

Enormes Potenzial: Große EU-Länder öffnen für Bionorica ihre Pforten

Um die Deckungsbeiträge für die Forschung in hohem Maße steigern zu können, will Bionorica aus eigener Kraft kontinuierlich wachsen. Die Prognosen für das nachhaltig agierende Unternehmen gelten als ausgezeichnet. Ein großes Potenzial bilden dabei die aktuellen Zulassungserfolge von Bionorica in mehreren EU-Staaten, die in der Vergangenheit eher protektionistisch wirkten. Unter anderem konnte Bionorica in dem von verschreibungspflichtigen oder ansonsten von Nahrungsergänzungsmitteln dominierten Markt Italien zwei pflanzliche Arzneimittel(13) zulassen. Darüber hinaus erfolgten Zulassungen in Frankreich und Spanien. Zulassungen für weitere Präparate sollen in diesen EU-Ländern schon in diesem Jahr erfolgen. Darüber hinaus forciert Bionorica ihre Aktivitäten im zweitgrößten Markt Lateinamerikas, Mexiko. Innerhalb der nächsten 12 Monate will das Unternehmen dort Phytopharmaka aus den Bereichen Atemwege, Gynäkologie und Urologie einführen. Zudem sieht Bionorica weiteres Potenzial für Dronabinol sowohl im Inland als auch in anderen Ländern. Allein in Deutschland gibt es eine große Zahl bisher nicht versorgter Patienten, die bei schwersten, zum Teil chronischen Erkrankungen von THC profitieren könnten.

Quellen:

(1) Studie CanUTI-7, https://www.karger.com/Article/FullText/493368
(2) Akute, unkomplizierte Harnwegsinfektionen
(3) DAZonline, „Multimodale Phytotherapie bei Blasenentzündung“, 27.06.2017, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/online-inhalte/e-learning/bionorica/multimodale-phytotherapie-bei-blasenentzuendung/chapter:allBlasenentz%C3%BCndungen (Abruf am 01.03.2019)
(4) Insight Health ApoFusion, Apothekeneinkauf
(5) Bionorica-BW, SAP, 2017: 296,9 Mio. EUR Umsatz; 2018: 337,9* Mio. EUR Umsatz der Bionorica-Gruppe (*2018er Umsatz vorläufig, Testat der Wirtschaftsprüfer noch ausstehend)
(6) Insight Health ApoFusion, Apothekenabverkauf nach Absatz in Packungen: 20,3 Mio. Units in 2018
(7) Insight Health ApoFusion, Apothekenabverkauf Packungen, im Sinusitis-Markt (akute Nasennebenhöhlenentzündung)
(8) Iqvia, Apothekenabverkauf in Packungen
(9) Pharma Sequence, Apothekenabverkauf Packungen
(10) Prindex „Drug prescriptions monitoring“
(11) SAP BW, Ex-Factory Absatz in Packungen (2017: 39 Mio. Packungen im Ausland verkauft, 2018: 45 Mio. Packungen)
(12) Interne Personalstatistik, Mitarbeiterzahlen jeweils am Stichtag per 31.12. (2017: 1.635 Mitarbeiter, 2018: 1.736 Mitarbeiter, jeweils weltweit)
(13) Bronchipret® und Klimadynon® Tabletten